Deutsch · Klasse 8 · 90 Minuten · 40 Punkte
A1 (2 P) Nenne die beiden Grundformen der Erörterung und gib zu jeder ein typisches Fragewort oder eine typische Frage an.
A2 (2 P) Nenne die vier Teile, aus denen ein vollständiges Argument besteht, in der richtigen Reihenfolge.
A3 (2 P) Nenne die drei Hauptteile im Aufbau einer Erörterung.
A4 (2 P) Nenne zwei Verknüpfungswörter für einen Gegensatz und zwei für eine Schlussfolgerung.
B1 (4 P) Erkläre, warum dein stärkstes Argument in einer Erörterung zuletzt stehen soll, und beschreibe, wie du bei einer dialektischen Erörterung nach dem Sanduhrprinzip die beiden Seiten und ihre Argumente anordnest.
B2 (6 P) Schreibe zum Thema „längere Pausen an der Schule“ ein vollständiges Argument.
B3 (4 P) Verbessere die folgenden umgangssprachlichen Sätze zu sachlichen Formulierungen.
B4 (4 P) Erstelle zum Thema „Handyverbot an Schulen“ eine Pro- und Contra-Tabelle mit je zwei Argumenten.
C1 (8 P) Schreibe eine vollständige Einleitung und einen Schluss zum Thema „Soll an unserer Schule eine Schuluniform eingeführt werden?“. Achte darauf, dass die Einleitung zum Thema hinführt und die Streitfrage nennt, ohne deine Meinung zu verraten, und dass der Schluss deine begründete eigene Meinung enthält.
C2 (6 P) Beurteile, ob es sinnvoller ist, das Handyverbot als lineare oder als dialektische Erörterung zu behandeln. Begründe deine Entscheidung mit mindestens zwei Argumenten.
Die beiden Grundformen sind die lineare und die dialektische Erörterung (1 P). Die lineare Erörterung gehört zu einer offenen Frage nach Gründen oder Vorteilen (z. B. „Welche Vorteile hat ...?“), die dialektische zu einer Entscheidungsfrage (z. B. „Soll ... eingeführt werden?“) (1 P).
Ein vollständiges Argument besteht aus These, Begründung, Beispiel und Folgerung (vollständig und richtig geordnet 2 P, ein fehlender oder vertauschter Teil 1 P).
Die drei Hauptteile sind Einleitung, Hauptteil und Schluss (alle drei 2 P, zwei davon 1 P).
Das stärkste Argument steht zuletzt, weil sich der Leser an das zuletzt Gelesene am besten erinnert; so bleibt der überzeugendste Gedanke im Gedächtnis (2 P). In der dialektischen Erörterung stellt man zuerst die Gegenposition dar, vom stärksten zum schwächsten Argument, und danach nach einer Überleitung die eigene Seite vom schwächsten zum stärksten Argument gesteigert (2 P).
| Pro Handyverbot | Contra Handyverbot |
|---|---|
| Weniger Ablenkung im Unterricht | Handy als Notfall-Kommunikationsmittel |
| Mehr echte Gespräche in den Pausen | Nutzung des Handys zum Lernen |
Für jedes sinnvolle, sachlich formulierte Argument gibt es 1 P (insgesamt 4 P).
Sinnvoll ist die dialektische Erörterung (2 P). Begründung: Das Thema „Handyverbot“ lässt sich als Entscheidungsfrage („Soll ein Handyverbot eingeführt werden?“) formulieren, zu der es klare Argumente dafür und dagegen gibt (2 P). Außerdem verlangt eine faire Beurteilung, dass beide Seiten dargestellt werden, bevor man zu einer begründeten eigenen Meinung kommt; eine lineare Erörterung würde nur eine Seite zeigen und wäre einseitig (2 P).
| Note | Punkte |
|---|---|
| 1 | 37–40 |
| 2 | 31–36 |
| 3 | 25–30 |
| 4 | 19–24 |
| 5 | 10–18 |
| 6 | 0–9 |
Gesamt: 40 Punkte