Mathe · Klasse 7 · 8 Kapitel · Glossar · Prüfungsfragen
Dieses Material bringt dir alles bei, was du für die Klassenarbeit zu Termen und Gleichungen brauchst. Nach dem Durcharbeiten kannst du Terme aufstellen und vereinfachen, Klammern auflösen und ausklammern, Gleichungen mit Äquivalenzumformungen lösen, die Probe machen und Textaufgaben in Gleichungen übersetzen. Arbeite die Abschnitte der Reihe nach durch — sie bauen aufeinander auf.
Ein Term ist ein sinnvoller Rechenausdruck aus Zahlen, Variablen und Rechenzeichen, zum Beispiel . Eine Variable (meist ) ist ein Platzhalter für eine Zahl. Wenn du für die Variable eine konkrete Zahl einsetzt, kannst du den Wert des Terms berechnen.
So übersetzt du typische Formulierungen in Terme:
| Sprache | Term |
|---|---|
| Summe von und 7 | |
| Differenz von und 3 | |
| Produkt aus 5 und | |
| das Doppelte von , um 4 vermehrt | |
| Quotient aus und 2 | |
| zum Quadrat |
Ein Term besteht aus Gliedern, die durch und getrennt sind. Gleichartige Glieder haben denselben Variablenteil (z. B. alle mit oder alle reine Zahlen). Nur gleichartige Glieder darfst du zusammenfassen, indem du ihre Koeffizienten (die Vorzahlen) addierst oder subtrahierst.
| Ausdruck | gleichartig? | Ergebnis |
|---|---|---|
| ja | ||
| ja | ||
| nein | (bleibt) | |
| ja | ||
| ja |
Steht ein Faktor vor einer Klammer, löst du sie mit dem Distributivgesetz auf: Du multiplizierst den Faktor mit jedem Glied in der Klammer. Steht nur ein Minus vor der Klammer, ist das wie „mal “ — dabei drehen sich alle Vorzeichen in der Klammer um.
Distributivgesetz:
Minusklammer:
So löst du eine Klammer Schritt für Schritt auf:
| Ausdruck | aufgelöst |
|---|---|
Ausklammern ist die Umkehrung des Distributivgesetzes: Du suchst einen gemeinsamen Faktor aller Glieder und ziehst ihn vor die Klammer. Das macht Terme kürzer und hilft später beim Rechnen mit Gleichungen und Brüchen.
| Term | gemeinsamer Faktor | ausgeklammert |
|---|---|---|
Eine Gleichung hat zwei Seiten, die durch ein Gleichheitszeichen verbunden sind, z. B. . Lösen heißt, die Variable allein auf eine Seite zu bringen. Dazu benutzt du Äquivalenzumformungen: Du machst auf beiden Seiten dasselbe, dann bleibt die Lösung gleich.
Erlaubt sind auf beiden Seiten:
| Umformung | Beispiel-Notation |
|---|---|
| dieselbe Zahl addieren | |
| dieselbe Zahl subtrahieren | |
| mit derselben Zahl (≠ 0) multiplizieren | |
| durch dieselbe Zahl (≠ 0) dividieren |
So löst du eine einfache Gleichung:
Man kann sich eine Gleichung wie eine Waage vorstellen, die im Gleichgewicht bleibt, solange man auf beiden Seiten gleich viel wegnimmt oder hinzufügt.
Sind in einer Gleichung Klammern enthalten, löst du sie zuerst auf (Abschnitt 3). Steht auf beiden Seiten ein , bringst du alle -Glieder mit einer Umformung auf eine Seite und alle Zahlen auf die andere.
So gehst du vor:
| Situation | erster Schritt |
|---|---|
| Klammer in der Gleichung | Klammer auflösen |
| auf beiden Seiten | -Glieder mit / auf eine Seite |
| Zahlen auf beiden Seiten | Zahlen mit / auf die andere Seite |
| Koeffizient vor | zum Schluss durch ihn teilen |
Mit der Probe prüfst du, ob deine Lösung wirklich stimmt. Du setzt den gefundenen Wert für in die ursprüngliche Gleichung ein und berechnest linke Seite und rechte Seite getrennt. Kommt auf beiden Seiten dieselbe Zahl heraus, ist die Lösung richtig.
So machst du die Probe:
Bei einer Textaufgabe übersetzt du die Sprache in eine Gleichung, löst sie und beantwortest die Frage in einem Antwortsatz. Der wichtigste Schritt ist, die gesuchte Größe als Variable festzulegen.
So löst du eine Textaufgabe:
| Textbaustein | mathematisch |
|---|---|
| „eine Zahl“ | |
| „das Doppelte der Zahl“ | |
| „um 7 größer“ | |
| „um 4 kleiner“ | |
| „das Ergebnis ist 30“ | |
| „zusammen ergeben sie“ | Summe … |
| Begriff | Definition |
|---|---|
| Äquivalenzumformung | Umformung einer Gleichung, bei der auf beiden Seiten dasselbe getan wird, sodass die Lösung gleich bleibt. |
| Ausklammern | Umkehrung des Distributivgesetzes: der gemeinsame Faktor wird vor die Klammer gezogen. |
| Distributivgesetz | Regel : ein Faktor wird mit jedem Glied der Klammer multipliziert. |
| Gleichartige Glieder | Glieder mit demselben Variablenteil, die man zusammenfassen kann (z. B. und ). |
| Gleichung | Zwei Terme, die durch ein Gleichheitszeichen verbunden sind. |
| Glied | Teil eines Terms, der durch oder von anderen getrennt ist. |
| Koeffizient | Die Vorzahl vor einer Variablen (bei ist 7 der Koeffizient). |
| Lösung | Der Wert der Variablen, der die Gleichung zu einer wahren Aussage macht. |
| Minusklammer | Klammer mit Minus davor; beim Auflösen drehen sich alle Vorzeichen um. |
| Probe | Kontrolle durch Einsetzen der Lösung in die ursprüngliche Gleichung. |
| Term | Rechenausdruck aus Zahlen, Variablen und Rechenzeichen ohne Gleichheitszeichen. |
| Variable | Platzhalter für eine Zahl, meist mit bezeichnet. |
| Wert eines Terms | Zahl, die herauskommt, wenn man für die Variablen Zahlen einsetzt und rechnet. |
Ein Term ist ein Rechenausdruck aus Zahlen, Variablen und Rechenzeichen ohne Gleichheitszeichen, zum Beispiel . Eine Gleichung dagegen verbindet zwei Terme mit einem Gleichheitszeichen, zum Beispiel . Einen Term kann man nur vereinfachen oder für ihn einen Wert berechnen, eine Gleichung kann man lösen. Der entscheidende Unterschied ist also das Gleichheitszeichen.
Gleichartige Glieder sind Glieder mit genau demselben Variablenteil, also zum Beispiel und oder zwei reine Zahlen. Nur sie darf man zusammenfassen, weil man dabei ihre Koeffizienten addiert oder subtrahiert und der Variablenteil unverändert bleibt. So ergibt . Verschiedene Variablenteile wie und oder und kann man nicht verrechnen, weil sie unterschiedliche Größen darstellen.
Ein Minus vor der Klammer bedeutet Multiplikation mit , deshalb drehen sich beim Auflösen alle Vorzeichen in der Klammer um. Aus wird also . Man muss jedes Glied einzeln umdrehen, nicht nur das erste. Der häufigste Fehler ist, das zweite Vorzeichen unverändert zu lassen.
Ausklammern ist die Umkehrung des Distributivgesetzes: Man sucht einen gemeinsamen Faktor aller Glieder und zieht ihn vor die Klammer. Aus wird mit dem Faktor 3 der Term . Zur Kontrolle löst man die Klammer wieder auf; kommt der Ausgangsterm heraus, war das Ausklammern richtig. So verbindet man beide Rechenrichtungen sinnvoll.
Eine Äquivalenzumformung ist eine Umformung einer Gleichung, bei der man auf beiden Seiten genau dasselbe tut. Erlaubt sind das Addieren oder Subtrahieren derselben Zahl sowie das Multiplizieren oder Dividieren mit derselben Zahl außer Null. Dadurch bleibt die Lösung der Gleichung unverändert. Man stellt sich das wie eine Waage vor, die im Gleichgewicht bleibt.
Zuerst löst man alle Klammern mit dem Distributivgesetz auf und fasst auf jeder Seite die gleichartigen Glieder zusammen. Danach bringt man die -Glieder auf eine Seite und die Zahlen auf die andere Seite. Zum Schluss teilt man durch den Koeffizienten vor dem . Das ist eine hilfreiche Reihenfolge. Manchmal geht es auch einfacher: Bei kannst du zuerst beide Seiten durch 2 teilen. Dann erhältst du und anschließend .
Man wählt eine Seite, meist die mit dem größeren -Koeffizienten, und subtrahiert das kleinere -Glied auf beiden Seiten. Bei rechnet man und erhält . So bleibt nur noch auf einer Seite ein -Glied übrig. Danach löst man die Gleichung wie gewohnt weiter.
Bei der Probe setzt man die gefundene Lösung in die ursprüngliche Gleichung ein und berechnet die linke und die rechte Seite getrennt. Sind beide Seiten gleich, ist die Lösung richtig. Die Probe ist wichtig, weil man so eigene Rechenfehler beim Umformen entdeckt. Entscheidend ist, in die ursprüngliche und nicht in eine umgeformte Gleichung einzusetzen.
Zuerst legt man fest, welche Größe gesucht ist, und bezeichnet sie mit . Dann übersetzt man die Angaben Schritt für Schritt in eine Gleichung und löst diese mit Äquivalenzumformungen. Anschließend macht man die Probe und schreibt einen vollständigen Antwortsatz. Ohne die Festlegung der Variablen und ohne Antwortsatz ist die Aufgabe nicht vollständig gelöst.
Der Koeffizient ist die Vorzahl vor einer Variablen; bei ist es die 7. Beim Lösen einer Gleichung teilt man ganz zum Schluss durch diesen Koeffizienten, um allein zu bekommen. Steht kein Koeffizient da, ist er 1. Ein negativer Koeffizient wie bei bedeutet, dass man am Ende durch teilt.
Beim Zusammenfassen addiert oder subtrahiert man nur die Koeffizienten, weil man gleiche „Sorten“ zählt. bedeutet drei mal plus fünf mal , zusammen also acht mal , das heißt . Der Variablenteil selbst wird dabei nicht verändert, weil er die Sorte angibt und nicht mitgezählt wird. Deshalb darf man nie schreiben, sondern .