Zur Themenseite
Teach.AIwww.teach-ai.app/de/lernen

Fotosynthese – Lernzettel

Biologie · Klasse 7 · 8 Kapitel · Glossar · Prüfungsfragen

Die Fotosynthese ist der wichtigste chemische Vorgang auf unserem Planeten: Grüne Pflanzen bauen aus Kohlenstoffdioxid, Wasser und Lichtenergie den Traubenzucker auf und geben dabei Sauerstoff frei. Wenn du dieses Material durchgearbeitet hast, kennst du die Wortgleichung, den Aufbau des Laubblatts, die Rolle von Chloroplasten und Chlorophyll, die wichtigen Nachweise und den Zusammenhang mit der Zellatmung.

1. Wortgleichung der Fotosynthese: Kohlenstoffdioxid + Wasser → Traubenzucker + Sauerstoff, mit Lichtenergie

Bei der Fotosynthese stellt die Pflanze aus einfachen, energiearmen Stoffen einen energiereichen Nährstoff her. Die dafür nötige Energie stammt aus dem Sonnenlicht, das vom grünen Farbstoff Chlorophyll aufgenommen wird. Man fasst den Vorgang in einer Wortgleichung zusammen.

Die Ausgangsstoffe (links vom Pfeil) heißen Edukte, die neu gebildeten Stoffe (rechts vom Pfeil) heißen Produkte.

Seite Stoffe Eigenschaft
Edukte (Ausgangsstoffe) Kohlenstoffdioxid, Wasser energiearm
Bedingungen Lichtenergie, Chlorophyll über/unter dem Pfeil
Produkte (Endstoffe) Traubenzucker, Sauerstoff Traubenzucker ist energiereich
  • Kohlenstoffdioxid () gelangt aus der Luft durch die Spaltöffnungen ins Blatt.
  • Wasser () wird über die Wurzeln aufgenommen und im Leitbündel zum Blatt transportiert.
  • Traubenzucker (Glucose) ist der energiereiche Nährstoff, den die Pflanze speichert oder in Stärke umwandelt.
  • Sauerstoff () ist ein Nebenprodukt der Pflanze, aber lebenswichtig für Tiere und Menschen.

2. Aufbau des Laubblatts: obere und untere Epidermis, Palisadengewebe, Schwammgewebe, Leitbündel, Spaltöffnungen

Ein Laubblatt ist wie eine kleine Fabrik gebaut: Jede Schicht hat eine bestimmte Aufgabe. Von oben nach unten durchläuft man die Zellschichten, in denen die Fotosynthese abläuft und über die die Stoffe transportiert werden. Betrachtet man einen Querschnitt, erkennt man den regelmäßigen Aufbau gut.

Querschnitt durch ein Laubblatt Mikroskopischer Querschnitt durch ein Laubblatt mit einzelnen Zellen. Von oben nach unten: Cuticula, obere Epidermis, dicht gepacktes Palisadengewebe, lockeres Schwammgewebe mit Luftlücken und einem Leitbündel, untere Epidermis mit einer Spaltöffnung zwischen zwei Schließzellen. Blattoberseite Blattunterseite CO₂ O₂ + H₂O Cuticula 1 Chloroplasten 2 Leitbündel 4 untere Epidermis 6 Spaltöffnung 7 Schließzellen 8 Interzellularen 9 Schwammgewebe 10 Palisadengewebe 11 obere Epidermis 12
Querschnitt durch ein Laubblatt, wie man ihn unter dem Mikroskop sieht: oben das dicht gepackte Palisadengewebe, darunter das lockere Schwammgewebe mit seinen Luftlücken.
Gewebeschicht Lage Aufgabe
Obere Epidermis ganz oben Schutz, oft mit Wachsschicht (Cuticula), lässt Licht durch
Palisadengewebe direkt darunter dicht gepackte Zellen mit vielen Chloroplasten → Hauptort der Fotosynthese
Schwammgewebe Mitte/unten lockere Zellen mit Hohlräumen → Gasaustausch (Luft strömt hindurch)
Leitbündel im Blatt (Blattadern) transportiert Wasser hin und Traubenzucker weg
Untere Epidermis ganz unten Schutz, enthält die meisten Spaltöffnungen
Spaltöffnungen in der unteren Epidermis Ein- und Austritt von , und Wasserdampf
  • Das Palisadengewebe liegt oben, weil dort das meiste Licht ankommt — deshalb sitzen hier die meisten Chloroplasten.
  • Das Schwammgewebe hat große Zwischenräume (Interzellularen), damit die Gase leicht zu allen Zellen gelangen.
  • Die Spaltöffnungen können sich öffnen und schließen und regeln so den Gasaustausch und die Verdunstung. Jede Spaltöffnung liegt zwischen zwei bohnenförmigen Schließzellen, die den Spalt weiter oder enger machen.
  • Die Cuticula ist eine dünne Wachsschicht auf der Epidermis. Sie schützt das Blatt davor, zu viel Wasser zu verlieren.

3. Chloroplasten und Chlorophyll: wo im Blatt die Fotosynthese stattfindet und warum Blätter grün sind

Die Fotosynthese läuft nicht irgendwo im Blatt ab, sondern in winzigen grünen Zellbestandteilen: den Chloroplasten. In ihnen steckt der grüne Farbstoff Chlorophyll, der das Licht einfängt. Dieser Farbstoff ist auch der Grund für die grüne Farbe der Blätter.

Aufbau einer Pflanzenzelle Schematische Blattzelle aus dem Palisadengewebe. Unter der dicken Zellwand liegt die Zellmembran. Die große Zentralvakuole drückt den Zellkern an den Rand. Im Zellplasma liegen Chloroplasten, Mitochondrien, Endoplasmatisches Retikulum, Ribosomen und Golgi-Apparat. Chloroplasten 1 Vakuole 2 Zellwand 3 Zellmembran 4 Mitochondrien 5 Zellplasma 6 Ribosomen 7 Golgi-Apparat 8 EndoplasmatischesRetikulum 9 Kernkörperchen 10 Zellkern 11
Eine Zelle aus dem Palisadengewebe: Die grünen Chloroplasten liegen am Rand, die große Vakuole füllt die Mitte.

Warum sind Blätter grün? Das Chlorophyll nimmt vor allem das rote und blaue Licht des Sonnenlichts auf und nutzt es für die Fotosynthese. Das grüne Licht wird dagegen zurückgeworfen (reflektiert). Genau dieses zurückgeworfene grüne Licht trifft unser Auge — deshalb erscheinen Blätter grün.

  • Chloroplasten kommen besonders zahlreich im Palisadengewebe vor.
  • Chlorophyll ist der grüne Farbstoff im Inneren der Chloroplasten.
  • Im Herbst wird das Chlorophyll abgebaut; dann sieht man die gelben und roten Farbstoffe, die vorher vom Grün überdeckt wurden.
Begriff Was es ist Aufgabe
Chloroplast grünes Zellorganell Ort der Fotosynthese
Chlorophyll grüner Farbstoff im Chloroplasten fängt Lichtenergie ein

4. Was die Pflanze braucht und was sie herstellt

Für die Fotosynthese benötigt die Pflanze drei Dinge, und sie stellt zwei Stoffe her. Wer diese Bilanz kennt, kann jeden Versuch erklären. Es lohnt sich, die Ausgangsstoffe und Endstoffe getrennt zu lernen.

Diagramm

Die Pflanze braucht … Woher? Die Pflanze stellt her … Wohin?
Lichtenergie Sonne Traubenzucker wird gespeichert (als Stärke)
Wasser Wurzeln → Leitbündel Sauerstoff wird an die Luft abgegeben
Kohlenstoffdioxid Luft → Spaltöffnungen
  • Die Pflanze braucht Wasser und Kohlenstoffdioxid als Ausgangsstoffe und Licht als Energiequelle. Fehlt eine dieser drei Voraussetzungen, findet keine Fotosynthese statt. Das nutzt man in Versuchen aus (z. B. Blatt abdecken → kein Licht).
  • Der Traubenzucker wird oft sofort in Stärke umgewandelt, weil sich Stärke gut speichern lässt.
  • Der freigesetzte Sauerstoff ist für die Pflanze ein Nebenprodukt, für uns aber lebenswichtig.

5. Nachweise: Stärkenachweis mit Iod-Kaliumiodid-Lösung, Sauerstoffnachweis mit der Glimmspanprobe

Da Traubenzucker und Sauerstoff unsichtbar entstehen, braucht man Nachweisreaktionen, um zu zeigen, dass Fotosynthese stattgefunden hat. Zwei Nachweise sind besonders wichtig: der Stärkenachweis und der Sauerstoffnachweis.

Stärkenachweis (Iod-Kaliumiodid-Lösung):

  1. Ein Blatt wird zuerst in heißem Wasser und dann in heißem Alkohol (im Wasserbad erwärmt) entfärbt: Das Chlorophyll wird herausgelöst.
  2. Das entfärbte, jetzt fast weiße Blatt wird mit Iod-Kaliumiodid-Lösung beträufelt.
  3. Wo Stärke vorhanden ist, färbt sich das Blatt blau-schwarz. Wo keine Stärke ist, bleibt es bräunlich.

Sauerstoffnachweis (Glimmspanprobe):

  1. Man fängt das entstehende Gas auf (z. B. über der Wasserpest).
  2. Man hält einen glimmenden Holzspan in das Gas.
  3. Der Span flammt hell auf — das beweist Sauerstoff, denn Sauerstoff fördert das Verbrennen.
Nachweis Weist nach Nachweismittel Positives Ergebnis
Stärkenachweis Stärke Iod-Kaliumiodid-Lösung Blau-schwarz-Färbung
Glimmspanprobe Sauerstoff glimmender Holzspan Span flammt hell auf

Die Pflanze wandelt gebildeten Traubenzucker in Stärke um. Die Iodprobe weist diese Stärke nach, nicht den Traubenzucker selbst.

6. Versuche auswerten: abgedecktes Blatt, Wasserpest im Licht und im Dunkeln

Bei Versuchen verändert man immer nur eine Bedingung und lässt alles andere gleich. So kann man erkennen, welcher Faktor die Fotosynthese beeinflusst. Zwei klassische Versuche solltest du auswerten können.

Versuch 1 — Abgedecktes Blatt: Die Pflanze steht zuerst so lange im Dunkeln, dass die Stärke in den Blättern weitgehend abgebaut ist; ein Kontrollblatt zeigt dann keine Blau-schwarz-Färbung mehr. Nun klebt man einen schwarzen Streifen (oder eine Schablone) auf ein Blatt. Nach einigen Stunden im Licht wird das Blatt entfärbt und mit Iod-Kaliumiodid-Lösung geprüft.

  • Der belichtete Teil färbt sich blau-schwarz → dort wurde Stärke gebildet.
  • Der abgedeckte Teil bleibt bräunlich → dort fand keine Fotosynthese statt.
  • Schlussfolgerung: Im zuvor stärkefreien Blatt entsteht nur im belichteten Bereich Stärke — Licht ist für die Fotosynthese nötig.

Versuch 2 — Wasserpest im Licht und im Dunkeln: Man stellt die Wasserpest (eine Wasserpflanze) unter Wasser und zählt die aufsteigenden Gasbläschen. Das Gas ist Sauerstoff (nachweisbar mit der Glimmspanprobe).

Versuch: Die Wasserpest bildet Sauerstoff Eine Lampe beleuchtet Wasserpest unter einem umgedrehten Trichter in einem Becherglas mit Wasser. Gasbläschen steigen auf und sammeln sich oben in einem umgedrehten Reagenzglas. Rechts flammt ein glimmender Holzspan im Reagenzglas mit dem Gas hell auf. Nachweis des Gases GesammelterSauerstoff 1 Glimmspan 2 Gasbläschen 3 Trichter 4 Wasserpest 5 Lampe 6 Becherglas 7 Reagenzglas 8
Ein Trichter fängt die Bläschen der beleuchteten Wasserpest auf, das Gas sammelt sich oben im Reagenzglas. Rechts der Nachweis: Der glimmende Span flammt hell auf – es ist Sauerstoff.
Bedingung Bläschen pro Minute Deutung
Helles Licht viele Bläschen starke Fotosynthese, viel Sauerstoff
Wenig Licht wenige Bläschen schwache Fotosynthese
Dunkelheit keine Bläschen keine Fotosynthese

Trägt man die Zahl der Bläschen gegen die Lichtstärke auf, steigt die Fotosyntheserate zunächst deutlich an.

123456789102468101214Lichtstärke (relative Einheiten)Bläschen pro MinuteSauerstoffbläschen pro Minute
Schematisches Beispiel: Je mehr Licht, desto mehr Sauerstoffbläschen — bis ein Höchstwert erreicht ist

7. Fotosynthese und Zellatmung als Gegenspieler: Stoffe und Energie im Vergleich

Fotosynthese und Zellatmung sind Gegenspieler: Was die eine aufbaut, baut die andere ab. Die Fotosynthese speichert Lichtenergie im Traubenzucker; die Zellatmung setzt diese Energie wieder frei, damit die Zelle sie nutzen kann. Pflanzen betreiben beides, Tiere und Menschen nur die Zellatmung.

Die Wortgleichung der Zellatmung ist genau die Umkehrung der Fotosynthese:

Diagramm

Merkmal Fotosynthese Zellatmung
Ausgangsstoffe Kohlenstoffdioxid + Wasser Traubenzucker + Sauerstoff
Endstoffe Traubenzucker + Sauerstoff Kohlenstoffdioxid + Wasser
Energie speichert Lichtenergie setzt Energie frei
Wo? Chloroplasten in allen Zellen (Mitochondrien)
Wann? nur bei Licht Tag und Nacht
Wer? nur grüne Pflanzen Pflanzen, Tiere, Menschen
  • Am Tag überwiegt bei Pflanzen die Fotosynthese: Sie geben insgesamt mehr Sauerstoff ab, als sie veratmen.
  • In der Nacht läuft nur die Zellatmung: Die Pflanze verbraucht Sauerstoff und gibt Kohlenstoffdioxid ab.

8. Bedeutung der Fotosynthese: Sauerstoff, Nahrung für alle Lebewesen, Kohlenstoffkreislauf

Die Fotosynthese ist die Grundlage fast allen Lebens auf der Erde. Sie liefert den Sauerstoff zum Atmen, sie erzeugt die Nahrung für alle Lebewesen und sie hält den Kohlenstoffkreislauf in Gang. Ohne Fotosynthese gäbe es weder tierisches noch menschliches Leben.

  • Sauerstoff: Der bei der Fotosynthese freigesetzte Sauerstoff reichert die Luft an. Nahezu alle Lebewesen brauchen ihn für die Zellatmung.
  • Nahrung für alle Lebewesen: Pflanzen sind Produzenten — sie bauen aus energiearmen Stoffen energiereichen Traubenzucker auf. Pflanzenfresser fressen die Pflanzen, Fleischfresser fressen die Pflanzenfresser. So hängt jede Nahrungskette an der Fotosynthese.
  • Kohlenstoffkreislauf: Die Fotosynthese entzieht der Luft Kohlenstoffdioxid, die Zellatmung und Verbrennungen geben es wieder ab. So bleibt der Kohlenstoff im Kreislauf.

Diagramm

Glossar

Begriff Definition
Chlorophyll Grüner Farbstoff im Chloroplasten, der Lichtenergie aufnimmt.
Chloroplast Grünes Organell der Pflanzenzelle; Ort der Fotosynthese.
Edukte Ausgangsstoffe einer Reaktion (bei der Fotosynthese: Kohlenstoffdioxid und Wasser).
Epidermis Schützende äußere Zellschicht des Blattes (obere und untere).
Fotosynthese Aufbau von Traubenzucker aus Kohlenstoffdioxid und Wasser mit Lichtenergie; dabei entsteht Sauerstoff.
Glimmspanprobe Nachweis für Sauerstoff: Ein glimmender Span flammt hell auf.
Iod-Kaliumiodid-Lösung Nachweismittel für Stärke; färbt sich mit Stärke blau-schwarz.
Kohlenstoffdioxid Gas (), Ausgangsstoff der Fotosynthese, gelangt durch die Spaltöffnungen ins Blatt.
Kohlenstoffkreislauf Ständiger Austausch von Kohlenstoff zwischen Luft, Pflanzen und Tieren über Fotosynthese und Zellatmung.
Leitbündel Transportbahnen im Blatt für Wasser und Traubenzucker (Blattadern).
Palisadengewebe Dichte Zellschicht unter der oberen Epidermis mit vielen Chloroplasten; Hauptort der Fotosynthese.
Produkte Endstoffe einer Reaktion (bei der Fotosynthese: Traubenzucker und Sauerstoff).
Produzent Lebewesen, das aus energiearmen Stoffen energiereiche Nahrung aufbaut (grüne Pflanze).
Sauerstoff Gas (), Produkt der Fotosynthese, lebenswichtig für die Zellatmung.
Schwammgewebe Lockere Zellschicht mit Hohlräumen; ermöglicht den Gasaustausch im Blatt.
Spaltöffnungen Verschließbare Poren, meist in der unteren Epidermis; regeln den Gasaustausch.
Stärke Speicherform des Traubenzuckers in der Pflanze.
Traubenzucker Energiereicher Nährstoff (Glucose), Hauptprodukt der Fotosynthese.
Zellatmung Abbau von Traubenzucker mit Sauerstoff; setzt Energie frei; Gegenspieler der Fotosynthese.

FAQ — typische Prüfungsfragen

Wie lautet die Wortgleichung der Fotosynthese?

Die Wortgleichung lautet: Kohlenstoffdioxid + Wasser → Traubenzucker + Sauerstoff. Diese Reaktion läuft nur mit Lichtenergie und dem grünen Farbstoff Chlorophyll ab, weshalb man beides über den Pfeil schreibt. Die Ausgangsstoffe Kohlenstoffdioxid und Wasser sind energiearm, der gebildete Traubenzucker ist energiereich. Der Sauerstoff wird als Produkt an die Luft abgegeben.

Wo im Blatt findet die Fotosynthese hauptsächlich statt und warum?

Die Fotosynthese findet vor allem im Palisadengewebe direkt unter der oberen Epidermis statt. Der Grund ist, dass dort besonders viele Chloroplasten liegen und dass an dieser Stelle das meiste Licht ankommt. In den Chloroplasten sitzt das Chlorophyll, das die Lichtenergie einfängt. Deshalb ist das Palisadengewebe der Hauptort der Fotosynthese.

Warum sind Blätter grün?

Blätter sind grün, weil sie den Farbstoff Chlorophyll enthalten. Dieses nimmt vor allem das rote und blaue Licht auf und nutzt es für die Fotosynthese. Das grüne Licht wird dagegen zurückgeworfen und trifft unser Auge. Deshalb erscheinen die Blätter grün.

Was ist der Unterschied zwischen Chloroplast und Chlorophyll?

Der Chloroplast ist ein grünes Organell (Zellbaustein) der Pflanzenzelle, in dem die Fotosynthese abläuft. Das Chlorophyll ist der grüne Farbstoff, der sich im Inneren des Chloroplasten befindet und die Lichtenergie aufnimmt. Der Chloroplast ist also der Ort, das Chlorophyll ist der Farbstoff darin. Man kann sich merken: Das Chlorophyll steckt im Chloroplasten.

Welche Stoffe braucht die Pflanze für die Fotosynthese und welche stellt sie her?

Die Pflanze braucht Licht, Wasser und Kohlenstoffdioxid. Das Wasser nimmt sie über die Wurzeln auf, das Kohlenstoffdioxid gelangt durch die Spaltöffnungen ins Blatt, und die Lichtenergie kommt von der Sonne. Wasser und Kohlenstoffdioxid sind die Ausgangsstoffe, das Licht liefert die Energie. Sie stellt daraus Traubenzucker (Nahrung) und Sauerstoff her. Fehlt eine dieser Voraussetzungen, findet keine Fotosynthese statt.

Wie weist man Stärke in einem Blatt nach?

Man entfärbt das Blatt zuerst in heißem Wasser und heißem Alkohol, damit das grüne Chlorophyll herausgelöst wird. Anschließend beträufelt man das entfärbte Blatt mit Iod-Kaliumiodid-Lösung. Wo Stärke vorhanden ist, färbt sich das Blatt blau-schwarz, sonst bleibt es bräunlich. Die Blau-schwarz-Färbung beweist, dass bei der Fotosynthese Traubenzucker gebildet und als Stärke gespeichert wurde.

Wie funktioniert die Glimmspanprobe?

Bei der Glimmspanprobe fängt man das entstehende Gas auf und hält einen glimmenden Holzspan hinein. Wenn der Span hell aufflammt, ist Sauerstoff nachgewiesen, denn Sauerstoff fördert die Verbrennung. Dieser Nachweis wird zum Beispiel beim Versuch mit der Wasserpest verwendet. Er zeigt, dass bei der Fotosynthese Sauerstoff freigesetzt wird.

Was zeigt der Versuch mit dem abgedeckten Blatt?

Man stellt die Pflanze zuerst so lange dunkel, bis ihre Blätter stärkefrei sind. Dann deckt man einen Teil eines Blattes mit einem lichtundurchlässigen Streifen ab und lässt die Pflanze im Licht stehen. Nach dem Entfärben und dem Betropfen mit Iod-Kaliumiodid-Lösung färbt sich nur der belichtete Teil blau-schwarz, der abgedeckte Teil bleibt bräunlich. Das zeigt: Nur dort, wo Licht war, wurde Stärke gebildet. Daraus folgt, dass Licht für die Fotosynthese nötig ist.

Was beobachtet man bei der Wasserpest im Licht und im Dunkeln?

Im hellen Licht steigen von der Wasserpest viele Gasbläschen auf, im Dunkeln keine. Das aufsteigende Gas ist Sauerstoff, was man mit der Glimmspanprobe nachweisen kann. Je mehr Licht vorhanden ist, desto mehr Bläschen entstehen, weil die Fotosynthese stärker abläuft. Der Versuch beweist, dass Licht die Fotosynthese antreibt.

Wie hängen Fotosynthese und Zellatmung zusammen?

Fotosynthese und Zellatmung sind Gegenspieler. Die Fotosynthese baut aus Kohlenstoffdioxid und Wasser Traubenzucker und Sauerstoff auf und speichert dabei Lichtenergie. Die Zellatmung baut Traubenzucker mit Sauerstoff wieder zu Kohlenstoffdioxid und Wasser ab und setzt die Energie frei. Die Produkte der einen sind die Ausgangsstoffe der anderen, sodass ein Kreislauf entsteht.

Warum ist die Fotosynthese für alle Lebewesen so wichtig?

Die Fotosynthese ist die Grundlage fast allen Lebens. Sie liefert den Sauerstoff, den fast alle Lebewesen zum Atmen brauchen, und sie erzeugt als Grundlage aller Nahrungsketten die Nahrung für alle Lebewesen. Außerdem hält sie den Kohlenstoffkreislauf in Gang, indem sie der Luft Kohlenstoffdioxid entzieht. Ohne Fotosynthese gäbe es weder Sauerstoff noch Nahrung für Tiere und Menschen.