ChemieKlasse 8Gymnasium · Realschule

Chemische Reaktionen und Stoffeigenschaften

Dieses Material bringt dir den kompletten Prüfungsstoff Schritt für Schritt bei: von den Stoffeigenschaften über Trennverfahren und das Teilchenmodell bis zu chemischen Reaktionen, Energie, Massenerhaltung und den Gasnachweisen. Wenn du alles durchgearbeitet hast, kannst du Stoffe beschreiben, Wortgleichungen aufstellen, chemische von physikalischen Vorgängen unterscheiden und die typischen Versuche sicher erklären.

Stand Oktober 2026Von Teach.AI geprüft

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1 · Stoffeigenschaften bestimmen: Farbe, Geruch, Dichte, Schmelz- und Siedetemperatur, Löslichkeit, Leitfähigkeit, Brennbarkeit

Jeder Reinstoff hat einen festen Satz an Stoffeigenschaften, an denen man ihn erkennt — so wie ein Steckbrief einen Menschen beschreibt. Manche Eigenschaften erkennst du mit den Sinnen (Farbe, Geruch), andere musst du messen (Dichte, Schmelztemperatur). Besonders wichtig ist die Dichte, weil man sie berechnen kann.

Eigenschaft Was sie angibt Wie man sie bestimmt
Farbe Aussehen des Stoffes Ansehen
Geruch Duft (vorsichtig zufächeln!) Riechen mit der Hand
Dichte Masse pro Volumen Wägen und Volumen messen
Schmelztemperatur Übergang fest → flüssig Erhitzen, Thermometer
Siedetemperatur Übergang flüssig → gasförmig Erhitzen, Thermometer
Löslichkeit Wie viel sich in Wasser löst Auflösen und beobachten
Elektrische Leitfähigkeit Leitet elektrischen Strom? Stromkreis mit Lämpchen
Brennbarkeit Reagiert mit Sauerstoff Zündprobe (Schutzbrille!)

Die Dichte berechnest du mit der Formel:

Dabei ist die Masse (in g) und das Volumen (in cm³). Die Einheit der Dichte ist dann g/cm³.

5 cm2 cm3 cm
Metallblock: 5 cm lang, 2 cm breit, 3 cm hoch

Weil die Masse gleichmäßig mit dem Volumen wächst, ist eine Gerade durch den Ursprung. Die Steigung der Geraden ist genau die Dichte: Ein steilerer Anstieg bedeutet einen dichteren Stoff.

1234567891020406080100Volumen V (cm³)Masse m (g)5 cm³ Eisen ≈ 39 gEisen (ρ = 7,87 g/cm³)Wasser (ρ = 1 g/cm³)
Je steiler die Gerade, desto größer die Dichte des Stoffes
2

Reinstoffe und Gemische: Lösung, Suspension, Emulsion, Legierung – und Trennverfahren

Ein Reinstoff besteht aus nur einer Sorte Teilchen (z. B. reines Wasser, Kupfer). Ein Gemisch enthält mehrere Reinstoffe, die man mit physikalischen Verfahren wieder trennen kann. Bei Gemischen unterscheidet man, ob man die einzelnen Bestandteile noch sehen kann.

Diagramm

Gemischart Bestandteile Beispiel
Lösung fest oder gasförmig in Flüssigkeit, gelöst Salzwasser, Zuckerwasser
Legierung mehrere Metalle, fest Messing (Kupfer + Zink)
Suspension feste Teilchen in Flüssigkeit Sand in Wasser, Schlamm
Emulsion Flüssigkeit fein in Flüssigkeit Milch, Öl in Wasser

Zum Trennen von Gemischen nutzt man aus, dass die Bestandteile unterschiedliche Stoffeigenschaften haben (z. B. verschiedene Teilchengröße oder Siedetemperatur).

Trennverfahren Nutzt aus Trennt
Filtrieren Teilchengröße Suspension (fest von flüssig)
Eindampfen Siedetemperatur gelösten Feststoff aus Lösung
Destillieren verschiedene Siedetemperaturen zwei Flüssigkeiten / Wasser aus Lösung
Chromatografie verschiedene Löslichkeit/Wanderung Farbstoffe im Filzstift

So sehen die vier Versuche im Labor aus:

Trennverfahren: Filtrieren Ein gekipptes Becherglas mit Ausguss wird schräg über einen Glasstab in einen Trichter mit Filterpapier ausgegossen. Der Sand bleibt als Rückstand im Filterpapier, das klare Filtrat tropft in den Erlenmeyerkolben darunter. Glasstab 1 Suspension 2 Trichter 3 Filterpapier 4 Rückstand 5 Filtrat 6 Stativ 7
Filtrieren: Der Sand bleibt als Rückstand im Filterpapier, das klare Filtrat läuft in den Kolben.
Trennverfahren: Eindampfen Ein Brenner erhitzt über Dreifuß und Drahtnetz eine Abdampfschale mit Salzwasser. Wasserdampf steigt auf, am Rand der Lösung haben sich schon weiße Salzkristalle abgesetzt. Wasserdampf 1 Salzkristalle 2 Lösung(Salzwasser) 3 Drahtnetz 4 Dreifuß 5 Brenner 6 Abdampfschale 7
Eindampfen: Das Wasser verdampft, das Salz bleibt als Kristalle in der Abdampfschale zurück.
Trennverfahren: Destillieren Destillationsapparatur: Ein Rundkolben mit Gemisch und Thermometer wird auf Dreifuß und Drahtnetz mit dem Brenner erhitzt. Der Dampf strömt durch einen schräg abfallenden Liebigkühler mit Gegenstrom-Kühlwasser, das klare Destillat tropft in die Vorlage. Thermometer 1 Kühlwasser (aus) 2 Liebigkühler 3 Destillat 4 Kühlwasser (ein) 5 Vorlage 6 Brenner 7 Dreifuß mitDrahtnetz 8 Siedesteinchen 9 Gemisch 10 Rundkolben 11
Destillieren: Der Dampf kühlt im Liebigkühler ab, wird wieder flüssig und tropft als Destillat in die Vorlage.
Papierchromatografie: vorher und nachher Zwei Bechergläser mit einem Filterpapierstreifen, der unten ins Laufmittel taucht. Links ist der schwarze Tintenpunkt auf der Startlinie noch ungetrennt, rechts ist die Tinte bis unter die Laufmittelfront in Gelb, Rot und Blau aufgetrennt. vorher nachher Becherglas 1 Deckel 2 Filterpapier 3 Laufmittelfront 4 Farbstoffe 5 Laufmittel 6 Startlinie 7
Chromatografie: Das Laufmittel steigt im Papier auf und nimmt die Farbstoffe der schwarzen Tinte verschieden weit mit.
3

Aggregatzustände und ihre Übergänge im Teilchenmodell erklären

Jeder Stoff kann fest, flüssig oder gasförmig sein — das sind die drei Aggregatzustände. Im Teilchenmodell erklärt man den Unterschied durch den Abstand, die Anordnung und die Bewegung der Teilchen. Je wärmer der Stoff, desto schneller bewegen sich die Teilchen.

Zustand Teilchenabstand Anordnung Bewegung Form/Volumen
fest sehr klein geordnet, festes Gitter schwingen am Platz feste Form, festes Volumen
flüssig klein ungeordnet, dicht gleiten aneinander vorbei keine feste Form, festes Volumen
gasförmig sehr groß völlig ungeordnet fliegen frei umher füllt jeden Raum aus

Die Übergänge zwischen den Zuständen haben eigene Namen:

Aggregatzustände im Teilchenmodell Drei Kästen mit gleich großen Teilchen zeigen fest (Gitter, Teilchen schwingen am Platz), flüssig (dicht, ungeordnet, am Boden) und gasförmig (weit verteilt, schnelle Bewegung). Farbige Pfeile zeigen die Übergänge: rot = Wärme zuführen, blau = Wärme abgeben. Wärme zuführen Wärme abgeben fest 1 Schmelzen 2 Erstarren 3 flüssig 4 Verdampfen 5 Kondensieren 6 gasförmig 7 Resublimieren 8 Sublimieren 9
Die Teilchen sind in allen drei Zuständen gleich groß – es ändern sich nur Abstand, Ordnung und Bewegung.
  • Beim Schmelzen und Sieden wird Energie aufgenommen. Während des Übergangs bleibt die Temperatur eines Reinstoffs (bei gleichbleibendem Druck) konstant — die Energie verändert die Anordnung und den Zusammenhalt der Teilchen, nicht ihre Geschwindigkeit.
  • Beim Erstarren und Kondensieren wird Energie abgegeben; die Teilchen ordnen sich wieder fester zusammen.
  • Außerhalb der Übergänge gilt: Erwärmen lässt die Teilchen schneller schwingen oder fliegen, Abkühlen langsamer.
4

Chemische Reaktion oder physikalischer Vorgang?

Bei einem physikalischen Vorgang bleibt der Stoff derselbe, nur sein Zustand oder seine Form ändert sich (z. B. Wasser gefriert). Bei einer chemischen Reaktion entstehen dagegen neue Stoffe mit neuen Eigenschaften — der Ausgangsstoff verschwindet und etwas anderes entsteht.

Merkmal physikalischer Vorgang chemische Reaktion
Neue Stoffe? nein ja
Umkehrbar? meist leicht meist nur schwer/gar nicht
Eigenschaften der Stoff bleibt erhalten; Zustand, Form oder Verteilung können sich ändern neue Stoffe mit neuen Eigenschaften
Energie oft wenig beteiligt oft Wärme/Licht
Beispiel Eis schmilzt, Zucker löst sich Holz verbrennt, Eisen rostet

Woran erkennst du eine chemische Reaktion? Typische Anzeichen sind:

  • Es entsteht ein Stoff mit anderer Farbe.
  • Es bildet sich ein Gas (Blasen) oder ein Niederschlag.
  • Es wird Wärme oder Licht frei (oder Wärme aufgenommen).
  • Die neuen Stoffe haben andere Eigenschaften als die Ausgangsstoffe.
5

Wortgleichungen aufstellen: Edukte → Produkte, Synthese und Analyse

Eine Wortgleichung beschreibt eine chemische Reaktion mit Worten. Links stehen die Edukte (Ausgangsstoffe), rechts die Produkte (neue Stoffe). Der Reaktionspfeil → bedeutet „reagiert zu“. Er zeigt immer von den Edukten zu den Produkten.

Man unterscheidet zwei Grundtypen von Reaktionen:

Reaktionstyp Was passiert Schema Beispiel
Synthese aus mehreren Stoffen wird einer A + B → AB Eisen + Schwefel → Eisensulfid
Analyse ein Stoff zerfällt in mehrere AB → A + B Wasser → Wasserstoff + Sauerstoff

So stellst du eine Wortgleichung auf:

  1. Schreibe alle Ausgangsstoffe (Edukte) links auf, verbunden mit „+“.
  2. Setze den Reaktionspfeil „→“.
  3. Schreibe alle neuen Stoffe (Produkte) rechts auf.
  4. Prüfe: Sind alle beteiligten Stoffe genannt?
6

Energie bei Reaktionen: exotherm und endotherm, Aktivierungsenergie, Energiediagramm

Bei jeder chemischen Reaktion wird Energie umgesetzt. Bei einer exothermen Reaktion wird Energie (meist als Wärme) an die Umgebung abgegeben, bei einer endothermen Reaktion wird Energie aufgenommen. Damit eine Reaktion überhaupt startet, braucht sie oft einen „Anschub“: die Aktivierungsenergie.

Merkmal exotherm endotherm
Energie wird abgegeben wird aufgenommen
Umgebung wird wärmer wird kälter
Produkte energieärmer als Edukte energiereicher als Edukte
Beispiel Verbrennung, Neutralisation Fotosynthese, Backpulver in Zitronensaft

Das Energiediagramm zeigt den Energiegehalt während der Reaktion. Von den Edukten aus muss die Energie zuerst über einen „Berg“ steigen — das ist die Aktivierungsenergie. Erst danach rutscht sie zu den Produkten.

Aktivierungsenergiefrei werdende Energie12345678920406080ReaktionsverlaufEnergieEdukteEnergiebergProdukteEnergie während der Reaktion
Energiediagramm einer exothermen Reaktion (schematisch): Die Produkte liegen tiefer als die Edukte
  • Die Aktivierungsenergie ist die Energie, die man am Anfang zuführen muss (z. B. ein Streichholz beim Lagerfeuer), damit die Reaktion in Gang kommt.
  • Bei einer exothermen Reaktion liegen die Produkte tiefer (energieärmer) als die Edukte — die Differenz wird frei.
  • Bei einer endothermen Reaktion liegen die Produkte höher (energiereicher) als die Edukte — die Differenz musste zugeführt werden.
7

Das Gesetz von der Erhaltung der Masse und Versuche dazu

Das Gesetz von der Erhaltung der Masse (von Lavoisier) sagt: Bei einer chemischen Reaktion geht keine Masse verloren und es kommt keine hinzu. Die Masse der Edukte ist genau gleich der Masse der Produkte.

Der Grund im Teilchenmodell: Bei einer Reaktion werden die Atome nur neu angeordnet. Es gehen keine Atome verloren und es entstehen keine neuen — deshalb bleibt die Gesamtmasse gleich.

8

Verbrennung als Reaktion mit Sauerstoff (Oxidation) und die Nachweise

Eine Verbrennung ist eine Reaktion eines Stoffes mit Sauerstoff, bei der Energie frei wird (Licht und Wärme). Allgemein heißt jede Reaktion mit Sauerstoff Oxidation. Damit eine Verbrennung abläuft, müssen drei Dinge zusammenkommen: Brennstoff, Sauerstoff und Zündtemperatur (das „Verbrennungsdreieck“).

Um die entstandenen oder beteiligten Gase nachzuweisen, gibt es drei wichtige Proben:

Nachweis Weist nach Durchführung Positives Ergebnis
Glimmspanprobe Sauerstoff (O₂) glimmenden Holzspan hineinhalten Span flammt hell auf
Knallgasprobe Wasserstoff (H₂) Gasprobe an Flamme halten Gas verbrennt mit „Pfiff“/Knall
Kalkwasserprobe Kohlenstoffdioxid (CO₂) Gas in klares Kalkwasser leiten Kalkwasser trübt sich milchig

Ablauf einer Nachweisreaktion (Beispiel Kalkwasserprobe):

  1. Gas aus dem Versuch auffangen oder einleiten.
  2. Das Gas durch klares Kalkwasser leiten.
  3. Beobachten: Wird es milchig-trüb, war Kohlenstoffdioxid enthalten.
  4. Schlussfolgern: Bei einer Verbrennung von Kohlenstoff entsteht CO₂.
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Glossar

Begriff Definition
Aggregatzustand Zustandsform eines Stoffes: fest, flüssig oder gasförmig.
Aktivierungsenergie Energie, die zum Starten einer Reaktion nötig ist.
Analyse Reaktion, bei der ein Stoff in mehrere zerfällt (AB → A + B).
Chemische Reaktion Vorgang, bei dem neue Stoffe mit neuen Eigenschaften entstehen.
Dichte Masse eines Stoffes pro Volumen: .
Edukt Ausgangsstoff einer Reaktion (steht links vom Pfeil).
Emulsion Gemisch aus feinen Flüssigkeitströpfchen in einer Flüssigkeit (z. B. Milch).
Endotherm Reaktion, die Energie aus der Umgebung aufnimmt.
Exotherm Reaktion, die Energie an die Umgebung abgibt.
Gemisch Stoff aus mehreren Reinstoffen, physikalisch trennbar.
Legierung Homogenes Gemisch aus mehreren Metallen (z. B. Messing).
Lösung Homogenes Gemisch, in dem ein Stoff in einer Flüssigkeit gelöst ist.
Massenerhaltung Gesetz: Masse der Edukte = Masse der Produkte.
Oxidation Reaktion eines Stoffes mit Sauerstoff.
Physikalischer Vorgang Änderung ohne neue Stoffe (z. B. Schmelzen).
Produkt Neuer Stoff einer Reaktion (steht rechts vom Pfeil).
Reinstoff Stoff aus nur einer Teilchensorte mit festen Eigenschaften.
Suspension Heterogenes Gemisch aus festen Teilchen in einer Flüssigkeit.
Synthese Reaktion, bei der aus mehreren Stoffen einer entsteht (A + B → AB).
Teilchenmodell Vorstellung, dass alle Stoffe aus kleinsten Teilchen bestehen.
Verbrennung Reaktion mit Sauerstoff unter Freisetzung von Energie.
Wortgleichung Beschreibung einer Reaktion mit Worten: Edukte → Produkte.
10

FAQ — typische Prüfungsfragen

Was versteht man unter der Dichte eines Stoffes und wie berechnet man sie?

Die Dichte gibt an, wie viel Masse in einem bestimmten Volumen eines Stoffes steckt. Man berechnet sie mit der Formel , also Masse geteilt durch Volumen, und gibt sie meist in g/cm³ an. Die Dichte ist eine typische Stoffeigenschaft und bei einem Reinstoff immer gleich, egal wie groß das Stück ist. So kann man zum Beispiel Eisen ( g/cm³) sicher von Aluminium ( g/cm³) unterscheiden.

Worin unterscheiden sich ein Reinstoff und ein Gemisch?

Ein Reinstoff besteht aus nur einer Sorte Teilchen und hat feste, unveränderliche Stoffeigenschaften. Ein Gemisch besteht dagegen aus mehreren Reinstoffen, die mit physikalischen Trennverfahren wieder getrennt werden können. Ein homogenes Gemisch wie eine Lösung sieht einheitlich aus, bei einem heterogenen Gemisch wie einer Suspension erkennt man die Bestandteile noch. Beispiel: Salzwasser ist eine Lösung, Sand in Wasser ist eine Suspension.

Wie trennst du Salz aus Salzwasser und wie gewinnst du reines Wasser?

Um das Salz zu gewinnen, dampft man das Salzwasser ein: Das Wasser verdampft und das feste Salz bleibt im Gefäß zurück. Um reines Wasser zu gewinnen, destilliert man: Das Wasser verdampft, wird an einem kalten Kühler wieder verflüssigt (kondensiert) und aufgefangen, während das Salz zurückbleibt. Beide Verfahren nutzen aus, dass Wasser und Salz sehr unterschiedliche Siedetemperaturen haben. Filtrieren funktioniert hier nicht, weil die gelösten Salzteilchen viel zu klein sind.

Wie erklärt das Teilchenmodell den Unterschied zwischen fest, flüssig und gasförmig?

Im festen Zustand liegen die Teilchen dicht und geordnet in einem Gitter und schwingen nur am Platz, deshalb hat der Stoff eine feste Form. Im flüssigen Zustand sind die Teilchen noch dicht beieinander, können aber aneinander vorbeigleiten, deshalb passt sich eine Flüssigkeit ihrem Gefäß an. Im gasförmigen Zustand haben die Teilchen große Abstände und bewegen sich frei, deshalb füllt ein Gas jeden Raum aus. Beim Erwärmen bewegen sich die Teilchen schneller und der Abstand wächst.

Woran erkennst du, dass eine chemische Reaktion abgelaufen ist?

Eine chemische Reaktion erkennt man daran, dass neue Stoffe mit neuen Eigenschaften entstanden sind. Typische Anzeichen sind eine Farbänderung, die Bildung eines Gases oder Niederschlags sowie das Freiwerden oder Aufnehmen von Energie (Wärme, Licht). Entscheidend ist immer das Kennzeichen „neue Stoffe mit neuen Eigenschaften“. Beispiel: Aus dem magnetischen Gemisch von Eisen und Schwefel entsteht beim Erhitzen das nicht mehr magnetische Eisensulfid.

Was sind Edukte und Produkte in einer Wortgleichung?

Edukte sind die Ausgangsstoffe einer Reaktion und stehen links vom Reaktionspfeil. Produkte sind die neuen Stoffe, die entstehen, und stehen rechts vom Pfeil. Der Pfeil bedeutet „reagiert zu“ und zeigt die Richtung der Reaktion. Beispiel: Bei „Eisen + Schwefel → Eisensulfid“ sind Eisen und Schwefel die Edukte und Eisensulfid ist das Produkt.

Was ist der Unterschied zwischen einer Synthese und einer Analyse?

Bei einer Synthese verbinden sich mehrere Stoffe zu einem einzigen neuen Stoff, nach dem Schema A + B → AB. Bei einer Analyse zerfällt ein Stoff in mehrere Bestandteile, nach dem Schema AB → A + B. Die Synthese ist also ein Aufbauen, die Analyse ein Zerlegen. Beispiel Synthese: Wasserstoff + Sauerstoff → Wasser; Beispiel Analyse: Wasser → Wasserstoff + Sauerstoff.

Was bedeuten exotherm und endotherm?

Exotherm bedeutet, dass bei der Reaktion Energie an die Umgebung abgegeben wird, meist als Wärme, sodass die Produkte energieärmer sind als die Edukte. Endotherm bedeutet, dass Energie aus der Umgebung aufgenommen wird und die Produkte energiereicher sind als die Edukte. Bei exothermen Reaktionen wird die Umgebung wärmer, bei endothermen kälter. Ein Beispiel für exotherm ist jede Verbrennung, für endotherm die Fotosynthese.

Was ist die Aktivierungsenergie?

Die Aktivierungsenergie ist die Energie, die man einer Reaktion zu Beginn zuführen muss, damit sie überhaupt startet. Sie ist im Energiediagramm der „Energieberg“, den die Edukte überwinden müssen. Auch exotherme Reaktionen brauchen meist eine Aktivierungsenergie, zum Beispiel ein Streichholz, das ein Lagerfeuer entzündet. Ein Katalysator kann die Aktivierungsenergie senken, sodass die Reaktion leichter abläuft.

Wie lautet das Gesetz von der Erhaltung der Masse und wie erklärt man es?

Das Gesetz von der Erhaltung der Masse besagt, dass bei einer chemischen Reaktion die Masse der Edukte genau gleich der Masse der Produkte ist. Erklären lässt sich das im Teilchenmodell: Bei einer Reaktion werden die Atome nur neu angeordnet, es entstehen keine neuen und es gehen keine verloren. Deshalb bleibt die Gesamtmasse gleich, wenn man im geschlossenen System arbeitet. Scheinbare Massenänderungen entstehen nur, wenn Gase entweichen oder aus der Luft aufgenommen werden.

Wie weist du Sauerstoff, Wasserstoff und Kohlenstoffdioxid nach?

Sauerstoff weist man mit der Glimmspanprobe nach: Ein glimmender Holzspan flammt in reinem Sauerstoff hell auf. Wasserstoff weist man mit der Knallgasprobe nach: Eine Probe des Gases verbrennt an der Flamme mit einem pfeifenden Knall. Kohlenstoffdioxid weist man mit der Kalkwasserprobe nach: Leitet man das Gas in klares Kalkwasser, trübt sich dieses milchig-weiß. So kann man die bei Verbrennungen beteiligten Gase eindeutig bestimmen.

Was ist eine Verbrennung im chemischen Sinn?

Eine Verbrennung ist eine chemische Reaktion eines Stoffes mit Sauerstoff, bei der Energie in Form von Wärme und Licht frei wird. Solche Reaktionen mit Sauerstoff nennt man allgemein Oxidation. Damit eine Verbrennung abläuft, müssen Brennstoff, Sauerstoff und die Zündtemperatur zusammenkommen. Beispiel: Kohlenstoff + Sauerstoff → Kohlenstoffdioxid.

Chemische Reaktionen und Stoffeigenschaften – Lernzettel

Alle 8 Kapitel mit Glossar und Prüfungsfragen als PDF zum Lesen und Ausdrucken. Übungen und Probe-Klassenarbeit sind darin nicht enthalten – die Probe-Klassenarbeit gibt es weiter unten als eigenes PDF.

Arbeitsblätter zum Beschriften

Je zwei Seiten zum Ausdrucken: zuerst die beschriftete Abbildung mit Legende, dann dieselbe Abbildung zum Selbst-Beschriften mit Wortspeicher.

Übungen mit Lösungen

erst rechnen, dann aufdecken
1

Aufgabe 1

Kurzantwort · Kapitel 1

Ein quaderförmiger Metallblock hat die Masse g und ein Volumen von . Berechne die Dichte.

5 cm2 cm2 cm
Metallblock mit V = 20 cm³ und m = 54 g
Lösung anzeigen
2

Aufgabe 2

Multiple Choice · Kapitel 1

Mit welcher Untersuchung bestimmst du die Brennbarkeit eines Stoffes?

  1. Mit einer Zündprobe und Schutzbrille
  2. Mit einem Stromkreis und Lämpchen
  3. Durch Wägen und Volumenmessen
  4. Durch vorsichtiges Zufächeln mit der Hand
Lösung anzeigen
3

Aufgabe 3

Lückentext · Kapitel 1

Ergänze die Sätze zu den Stoffeigenschaften: Die Dichte berechnest du mit der Formel . Die Temperatur, bei der ein Stoff schmilzt, heißt temperatur; die Temperatur, bei der er siedet, heißt temperatur.

Lösung anzeigen
4

Aufgabe 4

Multiple Choice · Kapitel 2

Du willst aus Salzwasser das reine Wasser gewinnen. Welches Trennverfahren nutzt du?

  1. Filtrieren
  2. Eindampfen
  3. Destillieren
  4. Chromatografie
Lösung anzeigen
5

Aufgabe 5

Kurzantwort · Kapitel 2

Erkläre, warum man Salzwasser nicht filtrieren kann.

Lösung anzeigen
6

Aufgabe 6

Lückentext · Kapitel 2

Ergänze die Lücken: Milch ist eine , weil eine Flüssigkeit fein in einer anderen Flüssigkeit verteilt ist. Messing (Kupfer und Zink) ist eine , weil mehrere Metalle fest gemischt sind. Sand in Wasser ist eine .

Lösung anzeigen
7

Aufgabe 7

Kurzantwort · Kapitel 2

Beschrifte die Destillationsapparatur. Die Wörter stehen im Wortspeicher unter dem Bild.

Trennverfahren: Destillieren Destillationsapparatur: Ein Rundkolben mit Gemisch und Thermometer wird auf Dreifuß und Drahtnetz mit dem Brenner erhitzt. Der Dampf strömt durch einen schräg abfallenden Liebigkühler mit Gegenstrom-Kühlwasser, das klare Destillat tropft in die Vorlage. Thermometer 1 Kühlwasser (aus) 2 Liebigkühler 3 Destillat 4 Kühlwasser (ein) 5 Vorlage 6 Brenner 7 Dreifuß mitDrahtnetz 8 Siedesteinchen 9 Gemisch 10 Rundkolben 11

Wortspeicher

  • Brenner
  • Destillat
  • Dreifuß mit Drahtnetz
  • Gemisch
  • Kühlwasser (aus)
  • Kühlwasser (ein)
  • Liebigkühler
  • Rundkolben
  • Siedesteinchen
  • Thermometer
  • Vorlage
Lösung anzeigen
8

Aufgabe 8

Lückentext · Kapitel 3

Ergänze die Fachbegriffe für die Übergänge: Der Übergang von fest zu flüssig heißt , von flüssig zu gasförmig , von gasförmig zu flüssig und von flüssig zu fest .

Lösung anzeigen
9

Aufgabe 9

Multiple Choice · Kapitel 3

Wie sind die Teilchen im festen Zustand angeordnet und wie bewegen sie sich?

  1. Geordnet in einem festen Gitter, sie schwingen am Platz
  2. Völlig ungeordnet, sie fliegen frei umher
  3. Ungeordnet und dicht, sie gleiten aneinander vorbei
  4. Geordnet, aber sie fliegen frei umher
Lösung anzeigen
10

Aufgabe 10

Kurzantwort · Kapitel 3

Erkläre mit dem Teilchenmodell, was beim Schmelzen von Eis passiert. Was geschieht mit der Energie, der Bewegung und dem Abstand der Teilchen?

Lösung anzeigen
11

Aufgabe 11

Kurzantwort · Kapitel 3

Beschrifte die Aggregatzustände und ihre Übergänge im Teilchenmodell. Die Wörter stehen im Wortspeicher unter dem Bild.

Aggregatzustände im Teilchenmodell Drei Kästen mit gleich großen Teilchen zeigen fest (Gitter, Teilchen schwingen am Platz), flüssig (dicht, ungeordnet, am Boden) und gasförmig (weit verteilt, schnelle Bewegung). Farbige Pfeile zeigen die Übergänge: rot = Wärme zuführen, blau = Wärme abgeben. Wärme zuführen Wärme abgeben fest 1 Schmelzen 2 Erstarren 3 flüssig 4 Verdampfen 5 Kondensieren 6 gasförmig 7 Resublimieren 8 Sublimieren 9

Wortspeicher

  • Erstarren
  • fest
  • flüssig
  • gasförmig
  • Kondensieren
  • Resublimieren
  • Schmelzen
  • Sublimieren
  • Verdampfen
Lösung anzeigen
12

Aufgabe 12

Kurzantwort · Kapitel 4

Was ist das entscheidende Merkmal, an dem du eine chemische Reaktion sicher erkennst?

Lösung anzeigen
13

Aufgabe 13

Multiple Choice · Kapitel 4

Welcher der folgenden Vorgänge ist eine chemische Reaktion?

  1. Eis schmilzt zu Wasser
  2. Zucker löst sich in Wasser
  3. Holz verbrennt zu Asche
  4. Wasser gefriert zu Eis
Lösung anzeigen
14

Aufgabe 14

Lückentext · Kapitel 4

Ergänze die Lücken: Mischst du Eisenpulver und Schwefel, kannst du das Eisen mit einem heraustrennen – es ist ein Gemisch. Erhitzt du das Gemisch, entsteht , ein neuer Stoff, der nicht mehr ist.

Lösung anzeigen
15

Aufgabe 15

Lückentext · Kapitel 5

Ergänze die Lücken: In einer Wortgleichung stehen links die (Ausgangsstoffe) und rechts die (neue Stoffe). Der bedeutet „reagiert zu“.

Lösung anzeigen
16

Aufgabe 16

Multiple Choice · Kapitel 5

Welche Wortgleichung beschreibt eine Analyse?

  1. Eisen + Schwefel → Eisensulfid
  2. Kupfer + Sauerstoff → Kupferoxid
  3. Quecksilberoxid → Quecksilber + Sauerstoff
  4. Wasserstoff + Sauerstoff → Wasser
Lösung anzeigen
17

Aufgabe 17

Kurzantwort · Kapitel 5

Bei der Reaktion von Kupfer mit Sauerstoff entsteht Kupferoxid. Stelle die passende Wortgleichung auf und gib an, ob es sich um eine Synthese oder eine Analyse handelt.

Lösung anzeigen
18

Aufgabe 18

Kurzantwort · Kapitel 6

Erkläre den Unterschied zwischen einer exothermen und einer endothermen Reaktion.

Lösung anzeigen
19

Aufgabe 19

Multiple Choice · Kapitel 6

Was bewirkt ein Katalysator bei einer chemischen Reaktion?

  1. Er senkt die Aktivierungsenergie, sodass die Reaktion leichter und schneller abläuft
  2. Er erhöht die Aktivierungsenergie
  3. Er macht aus einer endothermen Reaktion eine exotherme
  4. Er wird bei der Reaktion vollständig verbraucht
Lösung anzeigen
20

Aufgabe 20

Lückentext · Kapitel 6

Ergänze: Damit eine Reaktion überhaupt startet, braucht sie oft einen „Anschub“, die sogenannte . Bei einer exothermen Reaktion liegen die Produkte (energieärmer) als die Edukte.

Lösung anzeigen
21

Aufgabe 21

Kurzantwort · Kapitel 7

Formuliere das Gesetz von der Erhaltung der Masse mit eigenen Worten und erkläre kurz, warum es gilt.

Lösung anzeigen
22

Aufgabe 22

Multiple Choice · Kapitel 7

In einem fest verschlossenen Kolben reagieren zwei Stoffe. Vor der Reaktion wiegt der verschlossene Kolben mit Inhalt 150 g. Wie viel wiegt der verschlossene Kolben mit Inhalt nach der Reaktion?

  1. Genau 150 g, weil im geschlossenen System kein Stoff entweichen oder hinzukommen kann
  2. Weniger als 150 g, weil bei der Reaktion Masse verbraucht wird
  3. Mehr als 150 g, weil neue Atome entstehen
  4. Das lässt sich nicht vorhersagen
Lösung anzeigen
23

Aufgabe 23

Lückentext · Kapitel 7

Verbrennst du eine Kerze in einem Gefäß, scheint Masse zu verschwinden, weil entweichen. Ein Metall wird beim Verrosten dagegen sogar , weil aus der Luft eingebaut wird.

Lösung anzeigen
24

Aufgabe 24

Kurzantwort · Kapitel 8

Nenne die drei Dinge, die für eine Verbrennung zusammenkommen müssen (das „Verbrennungsdreieck“).

Lösung anzeigen
25

Aufgabe 25

Multiple Choice · Kapitel 8

Mit welcher Probe weist du Kohlenstoffdioxid (CO₂) nach?

  1. Glimmspanprobe
  2. Knallgasprobe
  3. Kalkwasserprobe
Lösung anzeigen
26

Aufgabe 26

Lückentext · Kapitel 8

Ergänze die Lücken: Bei der Glimmspanprobe hält man einen glimmenden Holzspan in das Gas. Enthält das Gas , so flammt der Span hell auf. Bei der Knallgasprobe verbrennt mit einem Pfiff oder Knall.

Lösung anzeigen

Probe-Klassenarbeit

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Chemische Reaktionen und Stoffeigenschaften – Probe-Klassenarbeit

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  1. Erzählen, diktieren oder fotografierenWas kommt in der Arbeit dran? Ein paar Sätze oder ein Foto vom Tafelbild reichen.
  2. Lernzettel entsteht in wenigen MinutenKapitel, Übungen mit Lösungen, Probe-Klassenarbeit.
  3. Euer Kind lernt selbstständigMit einem Tutor, der den Stoff kennt – und euch in Ruhe lässt.

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