Aufgabe 1
Kurzantwort · Kapitel 1Aus welchen drei Bausteinen besteht ein vollständiges Argument? Nenne sie in der richtigen Reihenfolge.
Hier lernst du, wie du deine Meinung überzeugend sagst und aufschreibst. Nach dem Durcharbeiten weißt du, wie ein Argument aufgebaut ist, wie du Argumente sammelst, ordnest und verknüpfst, wie ein Meinungstext gegliedert wird und wie du sachlich bleibst — damit dir eine gute Klassenarbeit gelingt.
Bei euch stehen andere Punkte auf dem Zettel der Lehrkraft? Dann passt Teach.AI den Lernzettel an genau diese Liste an.
Zettel fotografierenEin Argument ist mehr als nur eine Meinung. Es besteht immer aus drei Teilen, die zusammengehören: der Behauptung, der Begründung und dem Beispiel. Nur wenn alle drei Teile da sind, kannst du andere Menschen wirklich überzeugen.
| Baustein | Frage dahinter | Beispiel |
|---|---|---|
| Behauptung (These) | Was meinst du? | „Wir sollten eine Leseecke im Klassenzimmer haben.“ |
| Begründung | Warum meinst du das? | „…weil Lesen die Konzentration fördert und entspannt.“ |
| Beispiel/Beleg | Woran sieht man das? | „In der 6b gibt es eine Leseecke, und dort ist es in den Pausen viel ruhiger.“ |
Damit andere sofort verstehen, was du willst, musst du deine Meinung klar und deutlich ausdrücken. Dafür gibt es feste Redewendungen, die deine Meinung einleiten und die Begründung anschließen.
| Meinung einleiten | Begründung anschließen |
|---|---|
| Ich finde, dass … | …, weil … |
| Ich bin der Meinung, dass … | …, denn … |
| Meiner Meinung nach … | …, da … |
| Ich bin davon überzeugt, dass … | … Ein zweiter Hauptsatz mit der Begründung |
Achtung, „deshalb“ leitet eine Folge ein, keine Begründung: „Wir brauchen längere Pausen, weil wir uns erholen müssen.“ / „Wir müssen uns erholen. Deshalb brauchen wir längere Pausen.“
Bevor du einen Meinungstext schreibst, sammelst du zuerst alle Argumente, die dir einfallen. Danach ordnest du sie nach ihrer Wichtigkeit, denn nicht jedes Argument überzeugt gleich stark.
So gehst du Schritt für Schritt vor:
| Reihenfolge | Wirkung |
|---|---|
| Vom schwächsten zum stärksten Argument | Der Text wird immer überzeugender — empfohlen |
| Vom stärksten zum schwächsten Argument | Der starke Anfang verpufft, das Ende wirkt schwach |
Damit dein Text flüssig und zusammenhängend wirkt, verbindest du deine Argumente mit Verknüpfungswörtern (auch Bindewörter genannt). Sie zeigen dem Leser, dass ein neues Argument oder eine Schlussfolgerung kommt.
| Zweck | Verknüpfungswörter |
|---|---|
| Weiteres Argument hinzufügen | außerdem, dazu kommt, ein weiterer Grund ist, zudem, darüber hinaus |
| Etwas begründen | weil, denn, da |
| Eine Folge/Schluss ziehen | deshalb, daher, aus diesem Grund, folglich |
| Gegensatz zeigen | aber, jedoch, trotzdem, allerdings |
Ein guter Meinungstext hat einen klaren dreiteiligen Aufbau: Einleitung, Hauptteil mit Argumenten und Schluss. Dieser Aufbau hilft dem Leser, deinem Gedankengang zu folgen.
| Teil | Aufgabe | Beispielsatz |
|---|---|---|
| Einleitung | Thema nennen und eigene Meinung sagen | „In letzter Zeit wird viel über Handys in der Schule gesprochen. Ich finde, dass …“ |
| Hauptteil | Argumente nennen, ordnen und verknüpfen | „Erstens … Außerdem … Ein weiterer Grund ist …“ |
| Schluss | Meinung zusammenfassen, Forderung oder Wunsch | „Deshalb wünsche ich mir, dass …“ |
Ein Gegenargument ist ein Argument, das gegen deine Meinung spricht. Wenn du es nennst und dann widerlegst, wirkst du besonders überzeugend, weil du zeigst, dass du dich mit der anderen Seite beschäftigt hast. Widerlegen nennt man auch entkräften.
So gehst du vor:
| Schritt | Sprachliche Wendung |
|---|---|
| Gegenargument nennen | „Zwar wird oft behauptet, dass …“ / „Manche meinen, …“ |
| Überleiten | „…, aber …“ / „…, jedoch …“ / „…, trotzdem …“ |
| Entkräften | „…, denn in Wirklichkeit …“ / „Das gilt aber nur, wenn …“ |
Sachlich zu bleiben bedeutet, dass du bei den Argumenten bleibst und niemanden angreifst. Wer beleidigt oder nur behauptet, überzeugt nicht — sondern verliert die Diskussion.
| Sachlich (gut) | Unsachlich (schlecht) |
|---|---|
| „Ich sehe das anders, weil …“ | „Das ist doch total dumm!“ |
| „Diese Regel benachteiligt uns, denn …“ | „Nur Idioten denken so.“ |
| Begründete Aussage mit Beispiel | Bloße Behauptung ohne Grund |
| Ruhiger, höflicher Ton | Schimpfwörter, Großschreiben, Ausrufezeichen-Flut |
Alles Gelernte wendest du an, wenn du einen Brief oder einen Beitrag schreibst. Dabei passt du deine Sprache an den Empfänger an: An die Schulleitung schreibst du förmlicher als an die eigene Klasse.
| Empfänger | Anrede | Ton |
|---|---|---|
| Schulleitung | „Sehr geehrte Frau Meyer,“ | förmlich, höflich, Sie |
| Eltern | „Liebe Eltern,“ | höflich, vertraut, Sie/ihr |
| Klasse | „Liebe Mitschülerinnen und Mitschüler,“ | freundlich, locker, ihr |
So baust du deinen Brief auf:
| Begriff | Definition |
|---|---|
| Argument | Vollständige Begründung einer Meinung aus Behauptung, Begründung und Beispiel. |
| Behauptung (These) | Aussage, die deinen Standpunkt kurz und klar ausdrückt. |
| Begründung | Der Grund, der erklärt, warum die Behauptung stimmt; meist mit „weil“ oder „denn“. |
| Beispiel (Beleg) | Anschauliche Aussage aus dem echten Leben, die das Argument stützt. |
| Bloße Behauptung | Aussage ohne Begründung — überzeugt niemanden. |
| Empfänger | Person oder Gruppe, an die ein Brief oder Beitrag gerichtet ist. |
| Entkräften | Ein Gegenargument widerlegen und dadurch schwächen. |
| Forderung | Klare Aufforderung am Textende, etwas zu tun oder zu ändern. |
| Gegenargument | Argument, das gegen die eigene Meinung spricht. |
| Meinungstext | Text, der eine begründete Meinung darstellt (Einleitung, Hauptteil, Schluss). |
| Sachlichkeit | Bei der Sache bleiben, ohne Beleidigungen oder persönliche Angriffe. |
| Verknüpfungswörter | Bindewörter wie „außerdem“ oder „deshalb“, die Argumente verbinden. |
Ein vollständiges Argument besteht aus Behauptung, Begründung und Beispiel. Die Behauptung nennt den Standpunkt, die Begründung erklärt mit „weil“ oder „denn“, warum er stimmt, und das Beispiel macht das Argument anschaulich. Nur wenn alle drei Teile vorhanden sind, kann man andere wirklich überzeugen. Man merkt sich das mit den drei B.
Ich formuliere meine Meinung klar, indem ich eine feste Meinungsformel wie „Ich finde, dass …“ oder „Ich bin der Meinung, dass …“ verwende und daran mit „weil“ eine Begründung anschließe. Unklare Wörter wie „vielleicht“ oder „irgendwie“ vermeide ich, weil sie meine Meinung schwach wirken lassen. So versteht der Leser sofort, was ich will und warum.
Ich ordne meine Argumente vom schwächsten zum stärksten, sodass das stärkste Argument am Ende des Hauptteils steht, direkt vor Zusammenfassung und Forderung. Der Grund dafür ist, dass das zuletzt Gelesene am besten im Gedächtnis bleibt. So wird mein Text immer überzeugender und endet mit dem größten Eindruck.
Verknüpfungswörter verbinden meine Argumente und machen den Text flüssig und zusammenhängend. Mit „außerdem“ oder „ein weiterer Grund ist“ füge ich weitere Argumente an, mit „deshalb“ ziehe ich eine Schlussfolgerung. Ohne diese Wörter würde der Text abgehackt und langweilig klingen.
Ein Meinungstext besteht aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. In der Einleitung nenne ich das Thema und meine Meinung, im Hauptteil bringe ich meine geordneten und verknüpften Argumente, und im Schluss fasse ich zusammen und ende mit einer Forderung oder einem Wunsch. Dieser dreiteilige Aufbau hilft dem Leser, meinem Gedankengang zu folgen.
Ein Gegenargument ist ein Argument, das gegen meine Meinung spricht. Ich greife es auf, indem ich es ehrlich nenne („Manche sagen, dass …“), Verständnis zeige und es dann mit einem starken eigenen Argument entkräfte. Dadurch wirke ich besonders überzeugend, weil ich zeige, dass ich beide Seiten kenne.
Es ist wichtig, sachlich zu bleiben, weil sachliche Argumente ernster genommen werden und überzeugen. Beleidigungen und bloße Behauptungen schwächen dagegen meine eigene Position und verletzen andere. Deshalb greife ich immer das Argument an und nie die Person.
Eine bloße Behauptung ist eine Aussage ohne Begründung, zum Beispiel „Hausaufgaben sind blöd.“ Eine begründete Meinung dagegen liefert den Grund, meist mit „weil“, „denn“ oder „da“, manchmal auch in einem zweiten Hauptsatz. Nur eine begründete Meinung kann andere überzeugen, denn ohne Begründung bleibt sie wirkungslos.
Ich passe einen Brief an, indem ich Anrede und Ton auf den Empfänger abstimme. An die Schulleitung schreibe ich förmlich mit „Sehr geehrte Frau Meyer,“ und „Sie“, an meine Klasse locker mit „Liebe Mitschülerinnen und Mitschüler,“ und „ihr“. So wirkt mein Brief höflich und angemessen.
Ein guter Meinungstext endet mit einem klaren Schluss, der die Meinung zusammenfasst und mit einer Forderung oder einem Wunsch abschließt. Ich schreibe zum Beispiel „Deshalb fordere ich, dass …“ oder „Ich wünsche mir, dass …“. So bleibt beim Leser deutlich, was ich erreichen möchte.
Alle 8 Kapitel mit Glossar und Prüfungsfragen als PDF zum Lesen und Ausdrucken. Übungen und Probe-Klassenarbeit sind darin nicht enthalten – die Probe-Klassenarbeit gibt es weiter unten als eigenes PDF.
Aus welchen drei Bausteinen besteht ein vollständiges Argument? Nenne sie in der richtigen Reihenfolge.
Welcher Satz ist eine Begründung?
Ergänze den Merksatz: Die Begründung wird meist mit den Wörtern weil oder an die Behauptung angeschlossen. Das macht dein Argument anschaulich, weil es zeigt, dass es im echten Leben wirklich so ist.
Welcher Satz drückt deine Meinung klar und mit Begründung aus?
Ergänze die feste Redewendung: „Ich finde, es weniger Hausaufgaben geben sollte, wir nachmittags Zeit für die Familie brauchen.“
Warum solltest du an deine Meinung immer eine Begründung anschließen?
Wo im Text solltest du dein stärkstes Argument platzieren? Begründe kurz.
Welche Reihenfolge der Argumente wird empfohlen?
Ergänze die Schritte beim Sammeln von Argumenten: Zuerst schreibst du alle Ideen ungeordnet auf (). Danach du Gedanken, die sich wiederholen oder nicht zum Thema passen. Anschließend bewertest du jedes Argument nach seiner .
Welches Verknüpfungswort benutzt du, um am Ende deiner Argumente eine Schlussfolgerung zu ziehen?
Nenne die drei Teile eines Meinungstexts in der richtigen Reihenfolge und sage kurz, was in jedem Teil steht.
Welcher Satz verbindet einen ausdrücklich formulierten Wunsch mit dem Verknüpfungswort für eine Schlussfolgerung?
Ergänze die passenden Wörter: In der Einleitung nennst du das Thema und sagst deine . Im bringst du deine Argumente. Im Schluss endest du mit einer Forderung oder einem .
Erkläre in eigenen Worten, was ein Gegenargument ist und warum es überzeugend wirkt, wenn du es nennst und entkräftest.
Welche sprachliche Wendung eignet sich am besten, um zum Widerspruch überzuleiten?
Ergänze die drei Schritte beim Entkräften eines Gegenarguments: Zuerst musst du das Gegenargument ehrlich . Dann zeigst du Verständnis und zum Widerspruch über. Zum Schluss du es mit einem starken eigenen Argument.
Erkläre mit eigenen Worten, was es bedeutet, in einer Diskussion sachlich zu bleiben.
Welche Aussage ist sachlich?
Ergänze den Merksatz: Greife das an, nicht die . Sachlichkeit überzeugt, verliert.
Welche Anrede passt am besten in einen förmlichen Brief an die Schulleitung?
Nenne die fünf Bestandteile, aus denen ein Brief mit begründeter Meinung aufgebaut ist – in der richtigen Reihenfolge.
Ergänze die Lücken: Bei einem Brief darfst du oben rechts und nicht vergessen. Bei einem Beitrag für die Schülerzeitung brauchst du außerdem eine , die neugierig macht.
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Erzählt, was drankommt, oder fotografiert den Zettel der Lehrkraft – daraus werden Kapitel, Übungen und eine Probe-Klassenarbeit genau zu dem, was bei euch drankommt. Euer Kind lernt damit selbstständig, ihr müsst weniger erklären und abfragen.
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Merkmale, Aufbau, Fabeltiere, Lehre erkennen, Fabel fortsetzen oder zu Bildern schreiben.
Umstellprobe, Subjekt, Prädikat, Objekte, adverbiale Bestimmungen, Frageprobe.